FROETSCHER LICHTENWAGNER
ARCHITEKTEN ZT GMBH

Landmark/Signet Straße-Schiene ÖBB Güterzentrum Wien Süd

Dimension und Bewegung:

Die bestehenden, 35 m hohen Lichtmasten zur Beleuchtung der Containerplatte sind der einzige, von der Autobahn wahrnehmbare Verweis auf die erstaunliche Dimension der Anlage. Sie markieren in Ihrer Abfolge die Ausmaße sowie Anfang und Ende des Ortes “Güterzentrum Süd“. Neben der „Dimension“ steht der Begriff „Bewegung“ für die Aufgabe der diese Anlage dient.
Es ist kein Gebäude, sondern die Tätigkeit des Umladens von einem Transportmittel (Bahn) auf ein anderes (Straße) und umgekehrt, das beeindruckt.
Unser Vorschlag ist eine Lichtinstallation auf den bestehenden 16 Lichtmasten des Güterzentrums.
Den beiden Begriffen Dimension und Bewegung folgend markieren jeweils drei 4,5m hohen Lichtstriche auf den Masten an den Enden der Containerplatte die beiden Transportmittel. Diese bewegen sich von Masten zu Masten überspringend aufeinander zu. Sie treffen sich, sie überlagern sich sichtbar, da zwischen jedem Lichtstreifen ein Mast frei bleibt, der die Verschränkung sichtbar werden lässt, und sie gehen wieder auseinander. Vor und zurück pulsieren die Bewegungen der in den Logofarben rot (ÖBB) und orange (ASFINAG) gehaltenen Lichtstriche. Diese pulsierende Bewegung versinnbildlicht die logistische Leistung des Güterzentrums: den Umschlag von Gütern, oder, wenn man so will: die Organisation von Zeit und Raum.
Für den Autofahrer auf der S1 ist diese einfache Bewegung ineinander wandernder Lichtstriche von zwei Farben bereits aus der Ferne wahrnehmbar. Lichtintensität und die Geschwindigkeit der Bewegung können auf Ihre Verträglichkeit mit der Verkehrssicherheit angepasst werden. Ein Diffusor auf den seitlich an den Masten befestigten LED-Lichtbalken ermöglicht die Ausstrahlung nach beiden Seiten in gleicher Qualität, sodass sowohl die Autofahrer aus dem Norden als auch jene vom Süden kommend die Lichtinstallation wahrnehmen.

Credits

Mitarbeit FLA: Jo Leaud, Fabian Ladurner

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