Verteilerkreis Favoriten

Wettbewerb 2014, 1. PreisWettbewerb 2014, 1. Preis

 

ENTWICKLUNGSACHSE U1
Die Favoritenstraße bildet mit der U1 die Hauptentwicklungsachse des 10. Bezirks. Der von der kompakten Gründerzeitbebauung definierte Straßenraum weitet sich im Verteilerkreis zu einer großzügigne Plaza auf, ehe er in die äußere, grün gesäumte Favoritenstraße übergeht. Dieser von unterschiedlich hohen Gebäuden umstandene Platzraum ist durch den umgebenden Gebäudersockel vom Verkehrslärm geschützt und bietet eindeutige und klare Orientierung.

Der Ort
Das Besondere an diesem Ort ist die ungewöhnliche Überlagerung von städtischen Infrastrukturlinien die sich in 4 Ebenen überlagern. Es handelt sich hier um einen urbaner Knoten, der spätestens mit der Eröffnung der U1 Station 2017 enorme Besucherfrequenzen erwarten lässt. Die Leitung und Verteilung dieser Menschenströme beim Wechsel der Verkehrsmittel bzw. zu den angrenzenden Zielen wie Generali Arena und FH Campus stellte die größte Herausforderung bei der Auseinandersetzung mit dieser Aufgabenstellung dar.

Innere Logik
Die lockere, zufällig wirkende Gebäudestellung erinnert an Partygäste die in einer Runde zusammenstehen und sich wechselweise miteinander unterhalten. Durch die Kommunikation entsteht eine innere Logik der Gruppe: Zwei reden, andere hören zu und wieder andere blicken sich indes um… Dieses Prinzip gilt auch für die Stellung der Gebäude auf dem Sockel. Die Positionierung folgt der inneren Logik dieses von Infrastruktur geprägten Stadtraumes. Jedes richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen seines Standortes aus und macht dadurch die Besonderheit dieses urbanen Knotens sichtbar.

Offenes und entwicklungsfähiges Prinzip
Die gewählte städtebauliche Strategie sucht keine unmittelbaren Bezüge zur äußerst heterogenen Nachbarschaft. Vielmehr soll eine eigene Ordnung etabliert werden, welche Offenheit und Entwicklungsfähigkeit signalisiert: sie besteht aus einer informellen Versammlung von ablesbaren Einzelbaukörpern, eigenständige Individuen in unhierachischer Anordnung. Die stadträumliche Wirkung wird durch das Ensemble erzielt.