Sportclub – Kindergarten VIE

 

Der Bauplatz ist Teil einer künstlichen Landschaft, einer Landschaft geformt von den linearen Verkehrsachsen der B9, der A4 und der Schnellbahn und deren Dämmen, Einschnitten und Böschungskanten. Merkmale einer gebauten Landschaft die hier in äußerster Konsequenz auftritt und dadurch nicht ohne Reiz ist. Gleichzeitig schafft die exponierte Lage extreme Verhältnisse an diesem Ort.
Der Baukörper selbst ist äußerst kompakt gestaltet und minimiert so seine Außenhülle. Die Sporthalle liegt in der Mitte, sämtliche anderen Funktionen sind um sie herum angeordnet. Sie ist zweigeschossig, die Spielfläche jedoch um 2,7m abgesenkt. Die Wände der Halle sind aufgelöst, Tageslicht kommt entlang der Längsseiten in die Halle selbst und in die umliegenden Bereiche. Sie wirkt dadurch wie ein Atrium und schafft Orientierung und strukturelle Ordnung im Inneren. Gleichzeitig ermöglicht sie vielfältige Blickbeziehung und ermöglich so die Kommunikation ihrer Nutzer.
Diese außerordentlichen Verhältnisse hinsichtlich Schallemissionen und Unwirtlichkeit der näheren Umgebung verlangen ein außerordentliches Raumkonzept:
Die vorgefundene künstliche Landschaft soll mit all ihren Merkmalen weitergebaut werden. Es soll ein neuer Damm aufgeschüttet und das zu errichtende Gebäude darin versenkt werden. Der Damm schützt – faktisch wie psychologisch – das eingeschlossene Gebäude gegen die negativen Umwelteinflüsse: Die Überschüttung der Räume bewirkt maximalen Schallschutz und gleichzeitig optimalen Klimaschutz.