SAAL.odorf

Realisierung 2006

 

Der Saal ist das Herzstück des Projektes und die gute Stube für die Bewohner des Quartiers, ein Ort der Identifikation. Er soll eine wohnliche, warme Atmosphäre ausstrahlen und gleichzeitig Unverwechselbarkeit besitzen. Er soll vielfältigen, lokalen Veranstaltungen dienen – Feste, Bälle, Schulveranstaltungen usw. Er kann aber auch kulturelle Nutzungen die über den Stadtteil hinausgehen (Konzerte, Vorträge, Theater), aufnehmen.
In zentraler Lage, an der geschlossenen Ecke des Platzes gelegen, bietet eine 40 m lange Glasfront zum Platz und entlang des Durchgangs, Einblick in das Foyer. Der Saal selbst ist eine selbständige Holzskelettkonstruktion aus Fichtenleimholz welche nach dem Raum-im-Raum Prinzip frei in der 10 m hohe Sichtbeton-Halle aufgestellt ist. Er betont seine Autonomie durch die gekrümmte Form der Wände. Mit einer lichten Höhe von 7m und den Abmessungen von ca. 27×13 m bietet er Platz für 300 Personen. Boden, Wand und Decke sind aus Holz.
Tageslicht kommt durch eine raumhohe Südverglasung über einen Wintergarten und schwenkbare Wandelemente kontrolliert in den Saal.
Zwei einander gegenüber liegende, an den Schmalseiten angeordnete, raumhohe Sichtbetonscheiben wirken einerseits als konstruktives Rückgrat, andererseits als akustisch wirksame Reflektoren. Je nach Anforderung kann die Wirksamkeit dieser Reflektoren mittels verschiebbarer Samtvorhänge gesteuert werden.
Eine spezifische Gestaltung der Decke ermöglicht es, die gesamte Technik auszublenden. Dieses, an Schwemmholz erinnernde, Deckenbild spiegelt sich in der Bodengestaltung wider.

 

Bezeichnung
Saal centrum.odorf
Jahr
2006
Ort
Innsbruck, A
Funktionen
Veranstaltungssaal
Bauherr
Innsbrucker Immobilien GmbH&CO KEG
Links
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