Platz.odorf

Realisierung 2006Realisierung 2006

 

Der öffentliche Platz bildet das neue Zentrum des Quartiers. Er versteht sich weniger als romantische Reminiszenz an die traditionelle, gewachsene Stadt sondern vielmehr als vitale Plattform des Alltagslebens sowie gemeinschaftlicher Aktivitäten. Alle öffentlichen Einrichtungen und alle Wohnungen werden von hier aus erschlossen, Wegeverbindungen führen über den Platz.

Alpengarten: Geometrisch angeordnete Rankgerüste in der Form von „Heumandln“ spannen ein Feld auf, welches differenziert räumliche Erlebnisse bietet: Je nach Standpunkt schließen sich die Reihen oder werden durchlässig – ein einfaches, aber wirksames Prinzip, wie wir es vielleicht von Almwiesen der Kindheit kennen. Dieser „Alpengarten“ teilt den als Marktbereich gedachten nördlichen Teil vom südlichen, der den Veranstaltungen der Vereine vorbehalten bleiben soll.

Wolke: Ein 8 mal 25 m großes Schattendach soll auch an heißen Tagen den Aufenthalt angenehm gestalten. Anordnung und Form der Lamellen bewirken einen differenzierten Schatten und werfen, ein mit dem Sonnenstand wechselndes, Schattenbild auf den Platz.

Beleuchtung: Licht ist das bestimmende Element für die Atmosphäre auf dem Platz. Es strukturiert die Große Fläche und schafft Intimität und Maßstäblichkeit. 32 mit Seilen abgespannte Leuchten spannen in der Nacht in knapp 5 m Höhe einen Baldachin aus Licht auf.

Sichtachsen: Reflektierende Bodenstreifen am Asphalt markieren Sichtachsen durch die geschlossene Platzecke zum Durchgang hin. Die visuelle Durchlässigkeit auf Passantenebene dient der Orientierung und signalisiert Offenheit. Es entsteht auf diese Art eine grafische Struktur als Gestaltungselement für den Platz.

 

Bezeichnung
Platz centrum.odorf
Jahr
2006
Ort
Innsbruck, A
Funktionen
Platzgestaltung
Bauherr
Innsbrucker Immobilien GmbH&CO KEG